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Daudruy setzt sich für die Biomethanisierung ein

Ch. Daudruy Van Cauwenberghe & fils, ein 1829 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz in Dünkirchen raffiniert bereits seit 1960 Speiseöl. Um die Wende der 2000er Jahre stellte sich das Unternehmen erfolgreich auf die Produktion von Biodiesel um, zunächst aus Raps, dann aus tierischen Fetten und seit 2013 aus gebrauchtem Frittieröl. Mittlerweile entwickelt es in Zusammenarbeit mit einem Spezialisten auf diesem Sektor ein Biomethanisierungsprojekt, das insbesondere auf der Verwertung der von der Gruppe erzeugten Nebenprodukte und Abfälle basiert: Schlämme der Kläranlage, die während des Raffinationsprozesses der Entfärbungserde entstehen, sowie Glyzerin, einem Nebenprodukt aus der Herstellung von Biodiesel, mit stark methanbildender Kraft.

Ein Energie-Knotenpunkt: eine Premiere in Frankreich

Ein wichtiger Akteur auf dem Energiesektor in Dünkirchen: Ch. Daudruy Van Cauwenberghe & fils plant, noch weiter zu gehen und in Partnerschaft mit dem Centre de Valorisation Energétique (CVE) der Stadt Dünkirchen, sowie dem Fernwärmenetz von Dünkirchen, das von der Energie Grand Littoral (Dalkia-Gruppe) betrieben wird und bisher nur mit der Wärme des Stahlproduzenten ArcelorMittal versorgt wurde, einen in Frankreich einzigartigen „Energieknotenpunkt“ zu schaffen. Seit Anfang der 1980er Jahre wird das Fernwärmenetz zur Beheizung zahlreicher Wohnhäuser, Büros, Sporthallen und Schwimmbäder genutzt. Das Projekt, das sich derzeit in der Anlaufphase befindet, besteht darin, die fünf Kessel des Unternehmens, die sehr viel Dampf produzieren, an ein Gebäude anzuschließen, das auf dem Gelände des Unternehmens gebaut wurde und somit einen Energieknotenpunkt darstellt. An diesen Knotenpunkt sind auch das benachbarte CVE, sowie das Fernwärmenetz angeschlossen. Das CVE und das Unternehmen Ch.Daudruy Van Cauwenberghe & fils sind somit in der Lage, das Fernwärmenetz ergänzend zu ArcelorMittal mit dem im Winter in großen Mengen benötigten überschüssigen Dampf zu versorgen.

Auf dem Weg zu einer ersten Biomethanisierungseinheit

Mehr denn je setzt Daudruy Van Cauwenberghe & fils seine Entwicklung auf dem Energiesektor fort, da das Unternehmen mit einem Partner, einem Spezialisten auf diesem Sektor, ein großes Biomethanisierungsprojekt unter dem Namen Nord-Métha in Angriff nimmt. Der Prozess der Ölraffination, aber auch der Biodieselproduktion ermöglicht es dem Unternehmen, über ein großes Vorkommen an Stoffen zu verfügen, die zur Erzeugung von Biogas methanisiert werden können: bei diesem Raffinierungsprozess entstehen sowohl Öle, als auch saures Wasser aus der Reinigung der Öle während der Neutralisationsstufe (in einer Kläranlage behandelt, werden sie zu Schlamm), aber auch verbrauchte Fetterden aus der Entfärbung (zweite Stufe der Ölreinigung). Was den Herstellungsprozess von Biodiesel anbetrifft, so wird Glyzerin erzeugt, dessen starke methanogene Kraft anerkannt ist. Das Biomethanisierungsprojekt ist so konzipiert, dass langfristig 700 Nm3 Biogas pro Tag eingespeist werden können. Der Baubeginn der Biomethanisierungsanlage ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Dominique Daudruy dominique-daudruy@daudruy.fr

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